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Der Serval - Leptailurus serval

 

Lebensraum

Er ist ein typischer Savannenbewohner, lebt aber auch in Hochmooren und Bambuswäldern. Allzu trockene Gebiete meidet er.

Fellzeichnung
Der Serval hat ein normalerweise schwarzgepunktetes beiges Fell. Es gibt aber eine Ausnahme: Im Hochlandgebiet Ostafrikas und in den Aberdare-Bergen tritt auch die völlig schwarze Farbmutante auf. Im Grunde genommen könnte man diese Variation ebenso als Panther bezeichnen, wie den schwarzen Leoparden und den schwarzen Jaguar. 

Lebensweise
Der Serval kann ausgezeichnet schwimmen und klettern, verbringt aber den größten Teil seines Lebens auf der Erde. 

 

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Jungenaufzucht
Jungenaufzucht ist Sache der Weibchen. Zweieinhalb Monate nach der Paarung - die Tragzeit bemisst sich auf durchschnittlich 73 Tage - wählt das Servalweibchen einen verlassenen Erdferkelbau, eine Felsnische, einen hohlen Baumstamm, einen besonders dichten Busch oder eine andere gut geschützte Stelle als Wurfplatz und bringt dort seine gewöhnlich ein bis drei Jungen zur Welt. Wie alle Katzenkinder sind die Servaljungen ausgeprägte Nesthocker: Sie sind anfänglich blind und verbringen die ersten vier bis fünf Lebenswochen ständig in ihrem sicheren Versteck. Dann erst wagen sie sich hervor und unternehmen - zusammen mit ihrer fürsorglichen Mutter - die erstenAusflüge.
Das Servalmännchen trägt zur Aufzucht der Jungen in keiner Weise bei. Wie bei den Katzen allgemein üblich, sind ihm Vaterpflichten völlig fremd. Das Servalweibchen hat deshalb viel zu tun, um die rasch heranwachsenden Jungen zuerst ausreichend mit Muttermilch, später mit fester Nahrung zu versorgen. Eine Studie über die Lebensweise der Servale im Ngorongoro-Krater in Tansania hat gezeigt, dass Weibchen mit Jungen genau doppelt so viel Zeit mit Jagen verbringen wie Weibchen ohne Nachwuchs. Die Jungenaufzucht bedeutet also selbst für diese einfallsreichen Raubkatzen ein hartes Stück Arbeit.

 

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Jagdverhalten
Bei seinen Streifzügen legt der Serval drei bis vier Kilometer zurück. Der Serval bevorzugt zur Jagt die Dämmerungsstunden am Morgen und am Abend. Zur potentiellen Beute gehören Nagetiere, Vögel, Frösche, Schlangen und ähnliches. Dabei achtet er mit seinem sehr guten Gehör auf jedes noch so leises Geräusch (man beachte die sehr großen Ohren) und springt in hohem Bogen auf die Beute oder „angelt“ sie sich aus ihren Bauen. Der Serval schlägt seine Beute zuerst KO, bevor er sie mit einem Biss tötet. 

 Gefahr durch Mensch und Hund

Servale scheinen zwar ziemlich anpassungsfähige Raubkatzen zu sein, die sich selbst in vom Menschen veränderter Umgebung zurechtfinden können. Zu schaffen macht ihnen im Umfeld des Menschen jedoch regelmäßig dessen «treuer Freund», der Haushund. Zwar setzen sich Servale tapfer zur Wehr,

 

 

wenn sie in die Enge getrieben werden. Sie besitzen aber nicht die Kraft etwa eines Karakals oder anderer mittelgroßer Katzen, die gedrungener gebaut sind, und stellen deshalb für ein Rudel hungriger Hunde eine eher leichte Beute dar. Dies ist der Grund, weshalb der Serval meistens ziemlich rasch aus Gebieten verschwindet, die vom Menschen besiedelt werden. Die rasche Ausweitung der anwachsenden afrikanischen Bevölkerung bewirkt deshalb, dass der Serval immer weiter zurückgedrängt wird.

In einigen Teilen Afrikas bejagt der Mensch den Serval im Übrigen von alters her seines Fleischs wegen, das sehr gut schmecken soll. Auch findet sein Fell bei der Herstellung von Umhängen für Stammeshäuptlinge Verwendung. Diese traditionellen Formen der Bejagung stellten für den Serval jedoch zu keiner Zeit eine ernsthafte Gefahr dar, da sie nie gezielt und im Übermaß erfolgten. Glücklicherweise war das Fell des Servales, seiner minderen Qualität wegen, auch im internationalen Fellhandel nie so sehr gefragt wie wie das der anderen gefleckten Katzen. Somit sieht die Zukunft des Servales gar nicht allzu düster aus. Gelingt es, diese hübsche Raubkatze weiterhin vor übermäßiger Bejagung zu bewahren, was besonders in den groß flächigen Nationalparks Afrikas eigentlich möglich sein sollte, so darf man zu Recht hoffen, dass sie auch in ferner Zukunft noch durch die Hochgrasfluren Afrikas pirschen und die Maulwurfsratten überlisten wird.

 

Wissenswertes / Sonstiges

Der Serval hat im Vergleich zu anderen Katzen und in Relation zu seiner Körpergröße die größten Ohren.

 

Diese Informationen wurden uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:   www.servalkatze.de

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